Rekordtief schwer zu unterbieten

Arbeitslosenquote sinkt auf 9,8 Prozent, aber deutlich besser wird es nicht mehr

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Alles kommt zusammen: statistische Tricks, wirtschaftliche Belebung, die Saison und vor allem die Bevölkerungsentwicklung. Seit mehreren Jahren sinkt in Brandenburg die Arbeitslosenquote. Doch wie lange noch?

Eine »deutliche Frühjahrsbelebung« registriert Dieter Wagon, Regionaldirektionschef der Arbeitsagentur. Zu Saisonbeginn haben märkische Agrarbetriebe im Mai Leute gesucht und eingestellt. Auch das Baugewerbe, die Gastronomie und die Tourismusbranche benötigen nun mehr Personal.

131 538 Brandenburger sind jetzt noch arbeitslos gemeldet. Die Erwerbslosenquote sank um 0,5 auf 9,8 Prozent und ist damit wieder einstellig. Sie liegt auch um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Seit mehreren Jahren fällt die Erwerbslosenquote. Die Massenarbeitslosigkeit begann gleich nach der Wende. Im Frühjahr 1991 überstieg die Erwerbslosenquote die Marke von zehn Prozent und kletterte immer weiter. Ende 1997 waren sogar die 20 Prozent überschritten. Es ging hinauf bis zum Rekordwert von 22,6 Prozent im Januar und Februar 2005. Im Sommer 2006 kam die Trendwende. Seitdem sinkt die Quote. Als sie im Oktober 2010 erstmals wieder einstellig war, sprach...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.