Assads neue Widerstandsfront

Syriens Präsident richtet den Blick nach Israel / Verhaftungen in der Türkei

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Liefert Russland Kampflugzeuge nach Syrien? Plante ein Teil der Anti-Assad-Guerilla Giftgasanschläge in der Türkei? Droht auch an der israelisch-syrischen Front Krieg? Die Nachrichten zum Syrien-Konflikt überschlugen sich gestern. Jede von ihnen machte eine Friedenskonferenz notwendiger, aber keine wahrscheinlicher.

Die militärischen Erfolge seiner Armee lassen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad selbstbewusst auftreten wie wohl noch nie seit Beginn des Bürgerkrieges vor zwei Jahren. Gegenüber dem libanesischen Fernsehsender »Al-Manar« erklärte Assad, dass Russland ihm zehn Kampfflugzeuge des Typs MiG-29 MM2 liefern werde. Sergej Korotkow, Chef der russischen Flugzeugbaukorporation MiG, habe dies, so die Moskauer Agentur RIA-Novosti, am Freitag bestätigt.

Assad hatte aber noch mehr mitzuteilen. Wohl zum ersten Mal überhaupt in seiner Amtszeit bringt er die seit 1967 besetzten syrischen Golanhöhen ins Spiel und damit von sich aus eine direkte Konfrontation mit Israel. »Es gibt eindeutig öffentlichen Druck, eine neue Widerstandsfront auf dem Golan zu eröffnen«...


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