Thomas Blum 08.06.2013 / Kultur

Doppelplusgut

»Werde Fan!« - Wie die Werbung mobil macht

Das Lenorgewissen und das HB-Männchen: Charaktere der Populärkultur, die heute so vergessen sind wie der Dodo oder das Programm der SPD aus der Zeit vor dem Godesberger Parteitag.

Früher repräsentierten sie in der westdeutschen Fernseh- und Plakatreklame die scheiternde Verdrängung des schlechten Gewissens und die Neigung zu Aggression und cholerischem Genörgel. In den so populären Charakteren erkannten die Deutschen sich wieder, ohne zu begreifen, dass sie da abgebildet waren: quengelnde Hausmeisterfiguren, gleichermaßen malträtiert von ihrem Es und vom Über-Ich.

Anhand der Werbung konnte man so etwas wie ein Psychogramm der Deutschen erstellen: Slogans zum Fäusteballen, kernig, apodiktisch. Sie verwiesen auf den tumben Stolz darauf, dass das Eigene das Bessere sei, und auf die zwangsneurotische Fixierung auf Zuverlässigkeit und Qualität (»Da weiß man, was man hat«), auf den Fetisch Arbeit und bedingungslose Aufopferung...

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