Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Das Ja und das Aber

Linde Salber schrieb eine Hermann-Kant-Biografie, die zugleich DDR-Geschichte begreifbar macht

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.
Herrmann Kant

Eine Psychologin aus Köln: Dr. Linde Salber. Neben wissenschaftlichen Arbeiten hat sie schon mehrere Biografien publiziert: über Lou Andreas-Salomé, Anais Nïn, Frida Kahlo, Marlene Dietrich, Salvador Dali ... Weil sie sich mehr für Mörike & Co. interessierte, kannte sie Hermann Kant nicht mal dem Namen nach.

Es war Zufall, dass sich das änderte. Als ihr Mann, der namhafte Psychologe Prof. Wilhelm Salber, nach einer Herzoperation einige Zeit in einer abgelegenen Erholungseinrichtung verbringen musste, war sie als Begleitperson an seiner Seite. »Eines müden Morgens«, schreibt sie, sei sie neben der Kaffeebar dort vor einem Buchregal stehengeblieben, habe einen Band herausgezogen, dessen Titel, »Der Aufenthalt«, zu ihrer momentanen Situation zu passen schien, habe ihn mit aufs Zimmer genommen und sich festgelesen. Von ihrem Erlebnis spricht sie in dritter Person: »Die Sprache dieses Romans erreichte sie im richtigen Augenblic...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.