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Tupperparty mit »Mandy«

»Krokus«, Zschäpe und der Stuttgarter Verfassungsschutz vor dem NSU-Untersuchungsausschuss

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die Kooperation lief auf »niedrigster Ebene«. »Krokus« war eine »einfache Auskunftsperson«, sagte ihr einstiger V-Frau-Führer vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Tatsache ist, dass besagte Petra S. offenkundig mehr von der Neonaziszene in Baden-Württemberg versteht als ihr Verfassungsschutzbetreuer.

Nicht nur, weil der einzige Zeuge dieses Montagnachmittags hinter einem Sichtschutz auftrat, war die Beratung des NSU-Untersuchungsausschusses ein höchst billiges Theater. Nur um die bisherige Gemeinsamkeit nicht aufzukündigen, hatten SPD und Grüne einer Art Sondersitzung zugestimmt. Denn eigentlich hatte der Ausschuss seine Beweisaufnahme längst beendet - ohne das Thema Terror im (jetzt grün-rot regierten) »Ländle« oder den Mordfall Kiesewetter je aufgerufen zu haben.

Doch man konnte nicht untätig bleiben angesichts der Schlagzeilen, die eine ehemalige V-Person namens »Krokus« erzeugt hatte. »Rainer Oettinger«, so heißt deren Partner im Landesamt für Verfassungsschutz,erklärte: Nein, Frau S. - alias »Krokus« - habe nach dem Überfall in Heilbronn, bei dem im April 2007 die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen und ein Kollege schwer verletzt wurden, niemals Hinweise auf rechtsextremistische Hintergründe gegeben. So etwas h...


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