Geschäfte mit Not und Tod

Soziologe Asit Datta über Hunger und Armut in der Welt und profitgierige Entwicklungshilfe

Asit Datta teilt die in dieser Woche in Berlin von Hilfsorganisationen geübte Kritik am Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unter Dirk Niebel (FDP) und geht darüber hinaus. Geboren 1937 in Indien, studierte er in München und lehrte später an der Leibniz Universität Hannover. Er ist Gründungsmitglied von German Watch und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Zukunftsfähigkeit. Anklage und Analyse vereint sein neues Buch »Armutszeugnis. Warum heute mehr Menschen hungern als vor 20 Jahren«. Mit dem emeritierten Professor sprach Karlen Vesper.

nd: Es gelingt offenbar trotz vielfacher Bemühungen engagierter Menschen und Organisationen nicht, das Übel Hunger aus der Welt zu schaffen. Woran liegt das?
Datta: Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass das UN-Millenniumsziel, die Zahl der Armen und Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren, nicht erreicht wird. Prozentual mag die Zahl gesunken sein, doch absolut ist sie gestiegen. Über eine Milliarde Menschen hungern; täglich sterben 25 000, darunter 11 000 Kinder, an Armut und Unterernährung und den daraus folgenden Krankheiten.

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