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Dick & Krank

Buchrezension

Sind wir morgen alle dick? Falls wir nicht schleunigst unsere Essgewohnheiten ändern, wird es so kommen. Das prophezeit der französische Agrar- und Ernährungsexperte Pierre Weill. Er erläutert schlüssig und unterhaltsam die Zusammenhänge zwischen einer fehlgeleiteten Politik und den Machenschaften der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. In den modernen Industrienationen ist eine schnelle Nahrungsaufnahme mittlerweile die Regel. Dank Massentierhaltung und des Einsatzes von Chemikalien wird unser Essen immer billiger, und ergo auch minderwertiger. »Junkfood« besteht hauptsächlich aus gehärteten Fetten und Zucker. Im Zusammenhang mit Bewegungsmangel macht die minderwertige Nahrung auf Dauer krank - Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt sind die Folgen.

Unser Körper ist nicht in der Lage, mit den veränderten Ernährungsgewohnheiten Schritt zu halten. Weill beschäftigt sich in seinem Buch ausführlich mit der Theorie, dass wir nach wie vor über das gleiche Erbgut verfügen wie in der Steinzeit. Es kommt zum Konflikt zwischen alten Genen und moderner Lebensweise. Unser Fettgewebe - einst Speicher für schlechte Zeiten - wird uns heute zum Verhängnis. Weill sieht nur einen Ausweg: Die Rückkehr zu einer genussvollen traditionellen Ernährung ohne Junkfood.

»Wir sollten von allem in vernünftigen Portionen essen, die Mahlzeiten den Bedürfnissen anpassen, Knabbereien vermeiden und uns regelmäßig bewegen.« Man kann es nicht oft genug wiederholen. Britta Warda

Pierre Weill: Schwer verdaulich: Sind wir morgen alle dick? Systemed Verlag, 280 S., 12,95 €.

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