Daheim in fränkisch Thüringen

Politiker diskutieren über die Angliederung mehrerer Landkreise an Bayern

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Thüringen oder stattdessen doch lieber Bayern? Im Heldburger Unterland gibt es immer wieder Überlegungen, ganze Landkreise an den Nachbarn im Süden anzugliedern. Beliebt sind solche Pläne bei der Bevölkerung nicht.

Das ländliche Heldburger Unterland im Südthüringer Landkreis Hildburghausen grenzt in drei Himmelsrichtungen an bayerisches Territorium. Es war jahrzehntelang Sperrzone und der südlichste Zipfel der DDR. Das oberfränkische Coburg liegt »vor der Haustür«. Viele aus der Gegend pendeln täglich nach Nordbayern. Die Wohnbevölkerung spricht einen fränkischen Dialekt. »Kommt ihr aus Bayern?«, wurden Reisende von hier schon zu DDR-Zeiten bei einem Abstecher in die Hauptstadt Berlin gefragt.

Kein Wunder, dass hier auch der Nährboden für Träume vom Anschluss an den Freistaat Bayern liegt. Anfang des Jahres stand der fränkisch geprägte Landstrich deshalb kurzzeitig im Brennpunkt des medialen Interesses. Auslöser waren Äußerungen der Landräte Thomas Müller (Hildburghausen) und Christine Zitzmann (Sonneberg). Beide liebäugelten mit einem Anschluss ihrer Kreise an den Freistaat Bayern. Gleichzeitig schien die Absetzbewegung auch das andere ...


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