Gestrandet in Karlsruhe

70 Afghanen sind vor den Zuständen in ungarischen Flüchtlingslagern geflohen und wollen in Deutschland Asyl beantragen

  • Von Emran Feroz, Karlsruhe
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Seit Mitte Juni leben rund 70 afghanische Flüchtlinge aus Ungarn im Asylbewerberheim in Karlsruhe. Sie wollen in Deutschland Asyl beantragen, ihnen droht aber die Abschiebung.

Schahrebano ist rund 20 Jahre alt und kommt aus Afghanistan. Zusammen mit ihrem Ehemann Reza ist sie zur Zeit in einem Flüchtlingsheim in Karlsruhe untergebracht. Geflohen sind sie dieses Mal allerdings nicht vor den Umständen in Afghanistan, sondern vor denen in Ungarn.

Schahrebano und ihr Mann traf das Schicksal ähnlich wie andere Flüchtlinge in Ungarn. Die meisten werden nach sechs bis zwölf Monaten im Flüchtlingsheim auf die Straße gesetzt - ohne Geld und ohne Arbeit. Nach fünf Monaten im Heim wurden sie mitten im Winter nach Serbien abgeschoben, wo ihnen während ihrer Durchreise von Afghanistan nach Ungarn Fingerabdrücke abgenommen worden waren. Serbien gilt als sicheres Drittland im Rahmen der Dublin-II-Verordnung der Europäischen Union. Demnach hätten Schahrebano und Reza dort Asyl beantragen müssen.

In ihrer Heimat hat Schahrebano Physik und Mathematik studiert und mit einem Diplom abgeschlossen. Das konnte sie j...

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