Caroline M. Buck 04.07.2013 / Kino und Film

Jet-Sex

»Fliegende Liebende« von Pedro Almodóvar

Poppig bunt wie seine frühen Werke ist dieser neue Film des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar ja, ebenso musik-verliebt und stellenweise ziemlich zügellos - auch gern mal zügellos albern. Die Figuren haben die Comic-Haftigkeit aus Almodóvars besten Zeiten, und sie werden gespielt von Schauspielern, die damals auch schon mit dabei waren. Im Wörtchen »damals« aber liegt auch das Problem des Films. Ein Film wie aus Almodóvars alten Tagen will dies sein, so laut, so vierdimensional, so tabu-frei und so melancholisch-fröhlich. Und übersieht dabei, dass sich die Zeiten, in denen das nach den Jahrzehnten des Frankismus neu war und ganz wunderbar erfrischend, als Almodóvars Stil weltweit einmalig war und deshalb auch außerhalb Spaniens so rasend erfolgreich - dass diese Zeiten sich mittlerweile erledigt haben. Spanien ist in Europa angekommen und inmitten der Finanzkrise gelandet, die Probleme sind andere - und die Ästhetik ebenso.

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