Klaus Bellin 09.07.2013 / Kultur

Land der Sehnsucht

Heinrich Mann und Frankreich: Das Buch zur Lübecker Ausstellung

Am 21. Februar 1933 verließ er seine Wohnung in der Berliner Fasanenstraße, als ginge es in ein Café. Unauffällig, ohne Gepäck (das seine Frau Nelly zum Bahnhof trug) brach er auf, um mit dem Zug nach Frankfurt/Main und am nächsten Tag weiter über Karlsruhe nach Kehl zu fahren. In Straßburg überquerte er die Rheinbrücke zu Fuß. Damit begann sein Leben im Exil, das er bis 1940, bis zur beschwerlichen Flucht über die Pyrenäen als Exil gar nicht wahrnahm. Er war in Frankreich, dem Land seiner Liebe und Sehnsucht, zu dem er sich schon hingezogen fühlte, als er ein junger Mann war. »Mir ist«, schrieb er später in seiner Autobiografie, »als hätte ich nirgends vorher alle die wohlgelaunten Menschen gesehen wie in den Jahren vor dem Krieg. Es waren Franzosen; ich verließ das Land nicht, meines Bleibens war nur hier.«

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