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Proben auch nach Spanien

Pablo Neruda

Die Todesursache des 1973 gestorbenen chilenischen Poeten Pablo Neruda soll auch in einem Labor in Spanien untersucht werden. Drei Monate nach der Exhumierung des Nobelpreisträgers hat der Richter Mario Carroza eine neue Entsendung von Proben der Überreste genehmigt, die im gerichtsmedizinischen Dienst der Universität von Murcia nach Vergiftungsanzeichen analysiert werden sollen. Dies teilte am Mittwoch der Neffe Nerudas und Anwalt der Angehörigen Rodolfo Reyes der Zeitung »El Mercurio« mit.

Um festzustellen, ob Neruda kurz nach dem Staatsstreich des Generals Augusto Pinochet von dessen Schergen vergiftet worden ist, wurden bereits Gewebeproben zur Untersuchung in ein US-Labor in North Carolina entsendet. Im gerichtsmedizinischen Dienst in Santiago de Chile wurde bereits festgestellt, dass Neruda an einem Prostata-Krebs mit Metastasen litt, als er 69-jährig am 23. September 1973 in einer Klinik in Santiago de Chile starb. In dem selben Krankenhaus starb der ehemalige Präsident Eduardo Frei 1982 an einer vorsätzlichen Vergiftung, wie 2006 gerichtlich festgestellt wurde. dpa

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