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Renaissance der Platte

Das Wohnen in DDR-Neubauvierteln wird für viele immer attraktiver - zum Beispiel in Leipzig

  • Von Birgit Zimmermann, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Leerstand und Abriss waren lange die bestimmenden Themen in ostdeutschen Plattenbauvierteln. Doch der Trend kehrt sich langsam um. Wohnen in der Platte wird gerade in teuren Großstädten wieder attraktiver.

Neubauten im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf

Leipzig. Seit dem Winter 2012 ist Sebastian Helmund Plattenbau-Fan. Nach längerer Wohnungssuche in Leipzigs angesagten, schicken Gründerzeitvierteln sah er sich eine Wohnung der kommunalen Wohnungsgesellschaft LWB an. Platte, teilsaniert, im Stadtzentrum. »Ich habe mich oben ans Fenster gestellt, den herrlichen Ausblick genossen - und wollte keine andere Wohnung mehr«, sagt der 29 Jahre alte Gründer einer Designfirma. Seither wohnt er zufrieden und glücklich in der Zweiraumwohnung. Leerstand gebe es in seinem Block kaum.

»Plattenbau kam für mich eigentlich gar nicht infrage«, erzählt Helmund. Schließlich habe die Platte kein gutes Image. »Meine Freunde waren auch entsetzt. ›Willst du wirklich in einen Plattenbau ziehen?‹, haben sie mich gefragt.« Inzwischen seien sie schon ein bisschen neidisch. Helmund wohnt direkt an einer beliebten Kneipenmeile. Der Mietpreis sei supergünstig. Aber könnte er sich auch vorstellen, in ein typ...


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