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Überwachung wird kritisiert

(dpa/nd). Die Zahl der Beschwerden über unzulässige Überwachungskameras beim Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix nimmt zu. Im öffentlichen Raum der Hauptstadt gab es im August 2012 knapp 12 000 Kameras, wie aus Zahlen der Innenverwaltung hervorgeht (neuere Zahlen liegen nicht vor). Das waren laut Dix fast ausschließlich Überwachungskameras in den U-Bahnen. »Das ist nur ein Bruchteil dessen, was im öffentlichen Raum an Kameratechnik vorhanden ist«, meint der Experte. Es gebe eine weit höhere Zahl privat installierter Kameras, die auf den öffentlichen Raum gerichtet seien. Dix sprach sich aber gegen eine zentrale Registrierung von Überwachungskameras aus, da der Verwaltungsaufwand dafür zu hoch sei. In der Hauptstadt dürfen öffentliche Plätze seiner Auskunft nach nicht von der Polizei überwacht werden, anders als etwa in Bayern. Gleichzeitig mahnte der Experte: »Kameras können zur Aufklärung beitragen, zur Prävention sind sie ungeeignet.«

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