Jens-F. Dwars 16.07.2013 / Kultur

»Du bist, der schweigt, im Brüllverein«

Gedichte gegen den Krieg: »Poesiealbum neu« zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht

Lass dich, Leser, vom Äußern nicht blenden. Was für Bücher gilt, gilt auch für dieses Heft, das »Poesiealbum neu«, herausgegeben von Ralph Grüneberger im Auftrag der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik. »Gegen den Krieg. Gedichte & Appelle« lautet sein Titel, in schrillem Cyan auf Grau gestellt, so dass die Schrift wortwörtlich in die Augen sticht, die Autorenliste auf der Rückseite, von Wilhelm Bartsch über Róža Domašcyna und Peter Gosse bis Johano Strasser und Brigitte Struzyk, zu entziffern Mühen kostet.

Vorn das Bild eines »GI« von Gerhard Kurt Müller, eine futuristische Menschmaschine, ohne Gesicht, in metallischem Blau, kalt, fühl- und leblos. Ist das der Krieg? Antikriegsgedichte haben eine lange Tradition. Vor allem seit der Erste Weltkrieg, dieser Ur-Schock des 20. Jahrhunderts, der Kriegsromantik den Boden entzog. Weil fortan die Technik entscheidet und nicht der vermeintliche Heldenmut des Einzelnen, versuche...

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