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Am Nil brodelt es

Neue Islamisten-Proteste / US-Emissär in Kairo

Knapp zwei Wochen nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi bereiten sich dessen Anhänger in Ägypten auf neue Massenproteste vor.

Kairo (dpa/nd). Auch die Gegner der Islamisten wollten am Montagabend, nach dem traditionellen Fastenbrechen im Monat Ramadan, auf die Straße gehen. Der stellvertretende US-Außenminister William Burns traf derweil die Spitzen der Übergangsregierung in Kairo, unter ihnen Ministerpräsident Hasem al-Beblawi sowie Militärchef Abdel Fattah al-Sisi, den eigentlich starken Mann im ägyptischen Machtgefüge.

Burns, der bis diesen Dienstag in der Nil-Metropole bleiben wollte, ist der erste hochrangige US-amerikanische und auch westliche Regierungsvertreter, der das Land nach dem Umsturz vom 3. Juli besucht. Die USA verlangen - ebenso wie Deutschland - die Freilassung Mursis. Dieser wird seit seiner Entmachtung vom Militär an einem unbekannten Ort und ohne formelle Anklage festgehalten.

Zunächst war nicht bekannt, ob Burns in seinen Gesprächen den Verbleib Mursis ansprach und wie seine ägyptischen Gesprächspartner darauf reagierten. Eine für die Mittagsstunden angesetzte Pressekonferenz wurde abgesagt. Die USA unterstützen Ägypten mit jährlichen Hilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. Davon sind 1,3 Milliarden Dollar für das Militär bestimmt. Diese Zahlungen müssten nach US-Rechtslage eingestellt werden, falls Washington den Umsturz als Militärputsch einstuft.

Am Wochenende hatte die ägyptische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Mursi wegen des Vorwurfs der Spionage aufgenommen.

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