Alles Dänische steht in Aleppo auf dem Index

Lebensmittel werden immer teurer in Syrien, die anhaltenden Kämpfe sind nur ein Grund dafür

  • Von Karin Leukefeld, Damaskus
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Derzeit hält sich die UN-Sondergesandte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Leila Zerrogui, in Syrien auf, um den Schutz Minderjähriger im Krieg zu erörtern. Zerroguis Büro zufolge werden Kinder als menschliche Schutzschilde missbraucht, als Kindersoldaten oder Lastenträger. In mehreren Regionen des Landes gingen derweil die Kämpfe weiter.

Maadamiya wird belagert. Die syrischen Streitkräfte haben ihren Ring um den Vorort im Westen von Damaskus immer enger gezogen und türmen einen Sandwall entlang der Hauptstraße auf, die an Maadamiya vorbei in Richtung Kuneitra führt. Im 19. Jahrhundert siedelten in dem Ort Bauern, die von ihrer Viehzucht und ihren Oliven lebten. Das berichtete der Schweizer Reisende Johann Ludwig Burghardt, der im Jahre 1810 seine »Reise durch Syrien und das Heilige Land« unternahm.

Nur wenige Olivenhaine sind Maadamiya noch geblieben, das in den letzten 15 Jahren - wegen seiner Ruhe und der niedrigen Preise - einen nie gekannten Bauboom erlebte. Seit Sommer 2012 haben die meisten der etwa 25 000 Einwohner den Ort verlassen.

Heute sollen sich mehrere tausend regierungsfeindliche Kämpfer in Maadamiya aufhalten. Die Armee lässt keine Nahrungsmittel passieren. Strom, Telefon- und Internetleitungen sind abgestellt, Müllberge türmen sich in de...

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