Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Eiskalt

TV vorab: »Tatort«

  • Von F.-B. Habel
  • Lesedauer: ca. 1.0 Min.
Als zu Beginn dieses Jahres der 68. Münchner »Tatort« gedreht wurde, herrschte in Bayern der kälteste Winter seit Jahrzehnten. Das sieht man den Ermittlern Batic (Miroslaw Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) auch an, wenn sie sich auf die Spur zweier ziemlich unverfrorener Mörder machen. Eine kaum bekleidete junge Frau wird von einem Fahrzeug im Schneetreiben durch einen Wald gehetzt. Als sie fällt, warten die Täter, bis sie erfroren ist. Batic und Leitmayr, unterstützt von Carlo Menzinger (Michael Fitz) ermitteln einen halben Film lang, bis sie auf die dringend tatverdächtigen jungen Männer stoßen. Hier wird es wirklich interessant. Denn die beiden haben für die Tat keinen Grund. Gehören sie einer neuen Tätergeneration an, die den Kick zum Töten braucht? Mit dieser Annahme machen es sich die Kriminalisten in dem Drehbuch von Claus Cornelius Fischer zu einfach. Schon bei Hitchcock gab es gelangweilte junge Reiche, die zum Spaß den perfekten Mord versuchten. Und auch die Kommissare Keller und Köster klärten vor Jahrzehnten ähnlich gelagerte Morde in der Münchner Schickeria auf. Wanja Mues und Jan Henrik Stahlberg zeigen in ihren dichten Szenen unter der routinierten Regie des Schweizers Tobias Ineichen, dass sie das Zeug dazu gehabt hätten, den ganzen Film zu tragen. Hier wäre eine psychologische Spannung erwachsen, die aus einem bestimmten sozialen Umfeld kommt. Schließlich sind die beiden Gewinner des einstigen New Economy-Boom...

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.