Keine Vertreibung aus dem Paradies

  • Von Roberto de Lapuente
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es ist eine bürgerliche Lebenslüge, dass wir derzeit die Zerlegung demokratischer Strukturen erleben. Sie wird nicht zerlegt, sondern geht nur ihren wahren Bestimmung nach. War sie denn je mehr als eine Vielzahl gesellschaftlicher Kontrollmechanismen zum Schutz einer reichen Minderheit?

Neulich habe ich mit einem Freund telefoniert. Er wollte wissen, wie es mit meinem Kind so läuft. Und so beklagte ich mich über den Teenager und seine Pubertät. Mein Kind wolle viel zu oft seinen Willen durchsetzen, erzählte ich ihm. Mit der Arroganz eines genervten Vaters stellte ich aber fest, dass es meckern kann soviel es will, gemacht wird letztlich, was ich sage. Es darf seine Meinung haben, aber ich gebe den Takt vor. Mein Gesprächspartner hielt fest: »Du hast eben trefflich die Demokratie beschrieben.«

Wenn wir heute den Eindruck haben, die Demokratie verwelke nach und nach, verpulvere in einer Ökonomie, die den Reichtum bedient und die Armut forciert, dann stimmt das zwar, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Bestimmung stets war, den Reichtum der Wenigen vor der Armut der Vielen zu schützen. Man gibt sich heute einfach nur weniger Mühe, diese Bestimmung hinter hehren Absichten zu verstecken. Der Neoliber...

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