Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Die letzte Reise des Florin Grigore

Die Familie des ums Leben gekommenen rumänischen Meyer-Werft-Arbeiters fordert Aufklärung

  • Von Silviu Mihai, Lacu Sarat
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Am 9. Juli rief Gelu Grigore in Papenburg an und gratulierte seinem Bruder Florin zum 32. Geburtstag. »Vor allem viel Geld habe ich ihm gewünscht. Und viel Erfolg im neuen Job.« Vier Tage später klingelte bei Gelu in Lacu Sarat das Telefon. Florin Grigore war tot. Das Zweifamilienhaus, in dem er zusammen mit weiteren rumänischen Arbeitern schlief, brannte aus, der junge Mann und ein älterer Kollege konnten sich nicht mehr retten.

Erst Ende Mai hatte Florin seinen Heimatort verlassen, um als Schweißer auf der Meyer Werft in Niedersachsen zu arbeiten. Jetzt liegt sein Körper auf dem Tisch in einem versiegelten Sarg mit einer knappen deutschen Aufschrift. Seine Eltern und sein Bruder hätten sich gewünscht, nach rumänischer Tradition die Leiche zu sehen, um Abschied zu nehmen. Doch das geht nicht: Der Brand hat den Körper unkenntlich gemacht.

Angela und Simion Grigore, Florins Eltern, sind bestürzt über das Geschehene: »Wir ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.