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Angriff auf den Demokratisierungsprozess

Mord an Mohamed Brahmi bringt Tausende Tunesier auf die Straße

  • Von Astrid Schäfers
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bei der jüngsten Ermordung eines Oppositionspolitikers in Tunesien ist die selbe Waffen verwendet worden wie beim Mordanschlag im Februar. Das gab Innenminister Lotfi Ben Jeddou am Freitag in Tunis bekannt.

In Tunesien sorgt der Mord an dem tunesischen Oppositionspolitiker Mohamed Brahmi für Wut und Entrüstung. Tausende Tunesier gingen am Freitag auf die Straße, um gegen Gewalt und die Regierung der Ennahdapartei zu demonstrieren, deren Vorsitzenden, Rachid Ghannouchi, einige Oppositionelle für den Mord verantwortlich machen. Sie forderten den Rücktritt der Regierung. Der Gewerkschaftsverband UGTT organisierte einen Generalstreik. Außerdem fanden Demonstrationen in Bizerte, Le Kef, Mahdia, Sfax, Kasserine und Gafsa statt. Viele geben den Salafisten die Schuld an dem Mord. In einem Punkt sind sich die Oppositionellen einig: Den Tätern gehe es darum, den demokratischen Transitionsprozess in Tunesien ins Wanken zu bringen.

Am Donnerstagmorgen war Brahmi, der Gründer der Partei »Courant Populaire« (Volksbewegung), in der Nähe seines Hauses im Tuniser Bezirk Ariana auf offener Straße erschossen worden. »Mein Vater hat vor Schmerzen ge...


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