»Nai hämmer gsait«

Vor 40 Jahren wurde das badische Dorf Wyhl am Kaiserstuhl zur Wiege der deutschen Anti-AKW-Bewegung

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

»Ohne Kernenergie gehen die Lichter aus!« Mit dem dumpfen Schreckensszenario versuchten Politik und Energiewirtschaft schon vor 40 Jahren die Menschen am Oberrhein vom Bau eines Atomkraftwerks zu überzeugen. Vergebens: Winzer, Bauern und Fischer begannen zu protestieren. Es war die Geburtsstunde der Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland.

Wyhl im Juli 2013: Still liegt das Dorf in der Mittagshitze. Im Süden, kaum auszumachen im flirrenden Dunst, die Umrisse des Höhenzuges Kaiserstuhl. Im Westen liegen die Vogesen, im Osten der Schwarzwald. Kein Unkraut wächst in den Wyhler Vorgärten, der Rasen ist akkurat geschnitten. Die meisten Fensterläden sind heruntergelassen, kaum ein Mensch ist auf der Straße zu sehen.

Eine Unterkunft im Ort ist nicht zu bekommen. Der »Landgasthof Alt Wyhl« hat schon vor Jahren geschlossen. Auch in der Pension »Zum Adler« gibt es keine Zimmer mehr. »Des hämmer uffgäbe«, sagt der ehemalige Inhaber Heinz König. »Us Altersgründ.«

Keine Plakate, keine Aufkleber, keine Fahnen. Nichts erinnert daran, dass in Wyhl einst die Wiege der deutschen Anti-AKW-Bewegung stand. Dass die Menschen aus der Region sich hier zu Zehntausenden gegen ein geplantes Atomkraftwerk zur Wehr setzten.

Ursprünglich hatte das Badenwerk angekündigt, einen Rea...

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