Vom Ich zum Wir

Das Wahlkampfmotto der SPD ist bei Steinbrück schlecht aufgehoben

  • Von Helmut Lorscheid, Bonn
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Peer Steinbrück ist sorgsam darauf bedacht, keine Fehler mehr zu machen, sich mit schnellen Äußerungen zurückzuhalten, die die Negativ-Schlagzeilen erneut anfachen könnten. Doch sein Motto »Wir brauchen mehr Wir, weniger Ich« ist heute so unglaubwürdig wie zu Anfang der Wahlkampagne.

Vom Ich zum Wir - eine soziale Nettigkeit allenfalls, die mit dem Kanzlerkandidaten der SPD wenig zu tun hat. So setzte sich Peer Steinbrück als NRW-Finanzminister in den Jahren 2000 bis 2002 geradezu verbissen für die Beibehaltung der bis dahin gesetzlich geltenden Besteuerung von Trinkgeldern ein. Also jener Almosen, die unterbezahlte Kellner oder Frisöre von ihren Kunden bekommen. Insbesondere die Tourismuspolitiker aller Fraktionen wollten diese von ihnen als wenig einträglich eingestufte, aber einer aufwendigen Bürokratie unterworfene Steuer abschaffen. Im Bundestag stellten SPD, CDU/CSU, FDP und Grüne immer wieder entsprechende Anträge. Als erneut ein solcher Antrag zur Diskussion stand, fragte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig, den Landesminister Steinbrück in einem Schreiben vom 24. März 2000, ob nicht auch nach dessen Meinung »diese Besteuerung - auch aufgrund des hohe...

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