Weiße Elefanten und gallische Kämpfer

In Stuttgart tauschten sich Aktivisten über das Vorgehen gegen unnütze Großprojekte aus

  • Von Gesa von Leesen, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Beim Europäischen Forum gegen unnütze Großprojekte in Stuttgart wurde auch über Proteste in Brasilien und Thailand diskutiert. Die Zusammenarbeit mit der Politik sahen die Teilnehmer unterschiedlich.

Er steht kurz hinter dem Eingang zum Gelände der Stuttgarter Wagenhallen: der etwa zwei Meter große aufblasbare weiße Elefant. Auf seinem Rücken prangt die Inschrift »Stop HS2 - High Speed Rail 2« - ein Schnelltrassenprojekt in England. Der weiße Elefant ist das Symbol des Dritten europäischen Forums gegen unsinnige Großprojekte, das am vergangenen Wochenende mehrere hundert Aktivisten nach Stuttgart lockte. Widerständler aus Frankreich, Italien, England, Deutschland und Rumänien trafen sich vier Tage lang, um voneinander zu lernen.

Die Geschichte vom weißen Elefanten stammt aus Thailand. Das sehr seltene Tier ist heilig, und wer eines hat, muss es gut pflegen, aber darf es nicht arbeiten lassen. Ergo: ein weißer Elefant ist teuer und bringt nichts ein. Parallelen zu Großprojekten wie Stuttgart 21, Schnellbahntrassen in England und Italien, dem Flughafen in Notre-Dame-des-Landes oder dem Belo-Monte-Staudamm am Amazonas sind au...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.