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Zu wichtig für Wahlkampf

René Heilig über den Euro-Hawk-Untersuchungsausschuss

Der »Euro Hawk« ist tot, es lebe ... Ja, welches Projekt erklimmt denn jetzt, nachdem der Gemeinschaftsvogel von Northrop-Grumman und EADS flügellahm am Boden liegt, die militär-bürokratischen Zulassungshöhen? Für welches High-Tech-Projekt ohne finanzielle Bodenhaftung müssen wir Steuerbürger demnächst Unsummen blechen?

Die Auswahl fällt schwer. Schließlich gibt es das Handwerkszeug künftiger staatlicher Totschläger in jeder Art und Größe. Elf Angebote für strategische Aufklärer habe man sich angeschaut, heißt es in einem höchst vertraulichen Bericht des Bundeswehr-Beschaffungsamtes. Drei kämen in die engere Wahl. Die israelische Heron? Die ist aber - siehe Leasing-Gerät in Afghanistan - eher im taktischen Bereich einsetzbar. Ein Airbus A319? Der ist bemannt und daher kaum zukunftsberechtigt. Bleibt die Nummer 3. Das ist ein Roboter, der sich »Future European MALE« (FEMALE) nennt. Wer sich das Projekt (auch von EADS) anschaut, betrachtet einen alten Bekannten. Vor gut zehn Jahren hieß er »Talarion« und war noch nicht flügge genug, um es mit dem Global-Habicht, aus dem ein Euro-Falke hätte werden können, aufzunehmen.

Nun jedoch scheint die Zeit reif, um FEMALE flattern und neue Milliarden fließen zu lassen. Das zeigt, wie stabil Lobbybeziehungen sein können. Solche mafiösen Klüngel zerschlägt man nicht dadurch, dass man - wie es vor allem die SPD versuchte - mal rasch einen Wahlkampf-Untersuchungsausschuss etabliert.

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