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Der Deichgraf hört auf

Brandenburgs Regierungschef Platzeck tritt zurück

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Manche schwere Stunde erlebte der SPD-Politiker Matthias Platzeck als Ministerpräsident Brandenburgs. So musste er auf den Vertrauten Rainer Speer verzichten, als dieser wegen einer Unterhaltsaffäre als Innenminister nicht mehr tragbar war. Doch nichts schmälerte Platzecks traumhafte Beliebtheitswerte, nicht einmal das Flughafendebakel. Nun tritt er aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Eigentlich wollte Matthias Platzeck über die Landtagswahl 2014 hinaus Ministerpräsident Brandenburgs und SPD-Landesvorsitzender bleiben. Ein Schlaganfall vor einem Monat zwingt ihn nun, diese politischen Ämter abzugeben. Sein Nachfolger als Regierungschef soll am 28. August der bisherige Innenminister Dietmar Woidke (SPD) werden.

Dies sickerte am Montagmittag durch. Diverse Zeitungen hatten schon lange darüber spekuliert. Dass es wirklich dazu kommt, überraschte dennoch. Schließlich hatte die Staatskanzlei Journalisten für Donnerstag zu einer Pressefahrt mit Platzeck in die Prignitz eingeladen. Gregor Beyer, Landesvorsitzender der oppositionellen FDP, freute sich am Montagmittag noch, dass Platzeck »offenbar weitgehend genesen« aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sei. Währenddessen setzte der Ministerpräsident schon die Spitzen der rot-rote Koalition über seine Absicht in Kenntnis. Am frühen Abend wollte er den Landesvorstand u...


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