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Ashton bei Nacht und Nebel zu Mursi

Ägyptens Militär gibt sich weitere Sondervollmachten / Geheimpolizei wieder da

  • Von Oliver Eberhardt, Kairo
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Gespannte Lage in Ägypten: Für den Dienstagabend hat die Muslimbruderschaft zu einer Großdemonstration aufgerufen; das Militär droht mit »harten Maßnahmen«. Die EU-Außenbeauftragte Ashton durfte derweil den abgesetzten Präsidenten Mursi im Gefängnis besuchen.

In Zeiten der Krise wünschen sich die Menschen eine harte Hand. »Ich will, dass Ruhe einkehrt«, schimpft eine Frau, während sie an einem Obststand die Früchte begutachtet. »Hier«, sagt sie, und hält eine Aprikose hoch. »Der Preis hatte sich schon verdoppelt. Und jetzt ist er noch einmal gestiegen. Wer soll das bezahlen?«<

Für sie und viele andere ist klar, wer Schuld hat an den hohen Preisen, an der schlechten Versorgungslage. Es seien die Muslimbrüder, die mit ihrem Präsidenten Mohammed Mursi ein Jahr lang die Wirtschaft ruiniert hätten und nun Chaos verbreiteten. Gerüchte von Anschlägen auf Anhänger der Gegenseite, bewaffneten Angriffen auf Polizisten und Soldaten machen die Runde; Gerüchte, die auch von den ägyptischen Medien verbreitet werden, in denen die Positionen der Anhänger des abgesetzten Mursi darüber hinaus überhaupt nicht stattfinden.

Aus gutem Grund. Vieles deutet darauf hin, dass das Militär unter Führ...


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