Arbeiter in Schlachterei untergebracht

Leer (epd/nd). Nach dem tödlichen Brand in einer Werftarbeiter-Unterkunft vor drei Wochen in Papenburg kontrollieren die Behörden verstärkt die Wohnräume ausländischer Werkvertragsarbeiter. Am Montag teilte der Landkreis Leer mit, dass sich rund 50 Werkvertragsarbeiter der Meyer-Werft eine neue Unterkunft suchen müssen. Kontrolleure hätten nach Hinweisen Betten in einer ehemaligen Molkerei in Stapelmoor vorgefunden. Zwar sei die Unterkunft nicht menschenunwürdig, allerdings sei das Gebäude nur als Schlachterei zugelassen. Folglich dürfe es nicht als Wohnraum genutzt werden. In Papenburg waren vor rund drei Wochen zwei rumänische Werft-Arbeiter bei einem Brand in ihrer Unterkunft erstickt. Seitdem reißt die Kritik an Lebens- und Arbeitsbedingungen ausländischer Werkvertragsarbeiter in Deutschland nicht ab.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung