Werbung

Berichte über gigantisches Massaker in Syrien

Oppositionelle sollen 450 kurdische Zivilisten ermordet haben

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es wäre das blutigste Kapitel im ohnehin blutigen Krieg in Syrien: In der nordsyrischen Stadt Tal Abyad sollen oppositionelle Rebellen 450 kurdische Zivilisten, darunter 120 Kinder, ermordet haben. Dies berichten mehrere arabische und iranische Medien.

Selbst für syrische Verhältnisse wäre es ein gigantisches Verbrechen: 450 kurdische Zivilisten sollen am Montag ermordet worden sein, nachdem oppositionelle Milizen die syrische Grenzstadt Tal Abyad angriffen. Dies berichten mehrere russische, arabische und iranische Medien. Bei den Opfern soll es sich ausschließlich um Frauen, Kinder und ältere Menschen handeln.

Der staatliche iranische Fernsehsender Al-Alam berichtete bereits am Montag über das Massaker, dem auch 120 Kinder zum Opfer gefallen sein sollen. Demnach soll das Dorf an der Grenze zur Türkei von der islamistischen Al-Nusra-Front angegriffen worden sein. Der von Saudi-Arabien und Katar aufgerüstete Miliz wurden bereits mehrfach Massaker an Zivilisten und die Erschießung von Gefangenen vorgeworfen. Das Massaker habe sich ereignet, nachdem Einwohner des Dorfes versucht hätten, die Angreifer bewaffnet zurückzuschlagen. Ein seit Montag im Internet kursierendes Video zeigt die Leichen dutzender Kinder und Frauen.

Während die Echtheit des Video bisher nicht verifiziert werden konnten, weisen weitere Berichte auf die Echtheit der Schilderungen hin. So war die Region in den letzten Tagen tatsächlich Schauplatz von Angriffen oppositioneller Milizen auf kurdische Dörfer. Mindestens 70 kurdische Zivilisten fielen allein vergangene Woche Massakern zum Opfer, rund 200 Kurden sollen seit vergangenen Mittwoch entführt worden sein.

Unterstützt werden sollen die Milizen im Grenzgebiet nach Berichten türkischer Medien weiterhin durch die türkische Regiergung. So würden Milizen sich nach Angriffen auf türkischen Boden zurückziehen und verletzte Kämpfer in türkischen Krankenhäusern behandelt werden. Kurden warnten deshalb bereits am Sonntag in einem dramatischen Appell vor weiteren Massakern. Die kurdische Organisation »Civaka Azad« veröffentlichte eine Erklärung, wonach nicht nur islamistische Milizen, sondern auch die vom Westen unterstützte oppositionelle »Freie Syrische Armee« Kurden »den Krieg erklärt« habe. Die kurdische Bevölkerung gelte den Kämpfern als »vogelfrei«.

[Nachtrag: In einer früheren Version des Artikels wurde auf Berichte verwiesen, wonach ein Internetvideo die Verbrennung von drei kurdischen Männern zeige. Wie unsere Recherchen ergaben, steht dieses Video wahrscheinlich nicht in Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.]

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen