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Vermittlung in Kairo scheitert

US-Vizeaußenminister Burns bereits abgereist

Kairo (dpa/AFP/nd). Ägypten hat die Bemühungen internationaler Diplomaten zur Beilegung der Krise im Land für gescheitert erklärt. »Die ägyptische Präsidentschaft macht die Muslimbruderschaft in vollem Umfang für die Blockierung dieser Bemühungen (...) verantwortlich«, erklärte das Amt des Übergangspräsidenten Adli Mansur am Mittwoch in Kairo.

US-Vizeaußenminister William Burns und Spitzendiplomaten der EU und arabischer Länder hatten in den vergangenen Tagen versucht, die Lage in Ägypten nach der Absetzung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor fünf Wochen zu entschärfen. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle hatte in Kairo Gespräche geführt. Burns reiste am Mittwoch aus Kairo ohne Stellungnahme ab.

Sollten die Sicherheitskräfte nun beide Protestcamps der Mursi-Anhänger in Kairo gewaltsam auflösen, könnte dies Ägypten noch näher an einen Bürgerkrieg bringen. Die Polizei ist nach eigenem Bekunden auf eine Räumung der Lager eingestellt, in denen die Islamisten seit einem Monat mit Frauen und Kindern ausharren und Mursis Wiedereinsetzung fordern. Sollten die Polizisten Hilfe wie Ausrüstung brauchen, werde das Militär sie bereitstellen, ohne selbst einzuschreiten, sagte Armeesprecher Ahmed Ali der »Süddeutschen Zeitung«.

Die Streitkräfte spielten »keine politische, sondern eine nationale, patriotische Rolle«, versicherte er. »Das Militär will nicht regieren. Wir wollten es 2011 nicht, wir wollen es heute nicht.«

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