Schmutzig, arm und meist verstopft

Trotz heftiger Kritik leben Mitarbeiter der EU-Einrichtungen oft gern in Brüssel

  • Von Kay Wagner, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ausländer, die in Brüssel in einer der EU-Einrichtungen arbeiten, haben viel auszusetzen an den Lebensumständen in Belgiens Hauptstadt.

Sie lieben die Gastronomie und kulturellen Angebote. Davon abgesehen kommt Brüssel bei den vielen Einwohnern auf Zeit nicht gut weg. Dies ergibt eine Umfrage, die das Verbindungsbüro Brüssel-EU im Auftrag der Hauptstadtregion Brüssel durchgeführt hat und deren Ergebnisse jetzt vorgestellt worden sind.

Antworten von 9072 Teilnehmern wurden ausgewertet. 92 Prozent davon sind »Expats«, also Nicht-Belgier, die in Brüssel nur wegen ihres Berufs leben, oft auch nur für ein paar Jahre. Die Einwohner von Brüssel sehen die Expats meist als Fremdkörper, die in ihrer eigenen, abgeschlossenen EU-Welt leben. Sie wohnen in bestimmten Stadtvierteln, verdienen im Durchschnitt viel mehr Geld als die einheimische Bevölkerung und zeigen wenig Interesse an ihrem Wohnort. Die Hauptstadtregion Brüssel hatte gehofft, mit ihrer Umfrage dieses Bild zu korrigieren. Doch das ist nur teilweise gelungen.

Schmutzig (81 Prozent), arm (72 Prozent) und ...


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