Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Verwirrspiel um Wählerlisten

Eine verhinderte Betriebsratsbildung bei TNT / Teil 3 der nd-Serie zur Behinderung von Gewerkschaftsarbeit

  • Von Elmar Wigand
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Kein Wahlverzeichnis - keine Wahl. Wie der Rechtsanwalt des Arbeitgebers - der private Postdienstleister TNT - die Betriebsratsgründung verhindert, indem er sie schlicht und ergreifend aussitzt.

Das Gewerbe der privaten Briefzusteller galt einmal als Boombranche. Regionale Zeitungsmonopolisten und überregionale Schwergewichte wie der Springerkonzern bereiteten sich ab 2005 durch Gründung eigener Zustellunternehmen auf den Fall des Postmonopols vor. In die Zeit fiel ein denkwürdiges Ereignis: Am 9. Oktober 2007 demonstrierten rund 400 Briefzusteller der PIN Group (Springer) gegen einen Mindestlohn in ihrer Branche. Sie wollten lieber Stundenlöhne von 6,50 Euro im Osten und 7,50 Euro im Westen plus aufstockendes Hartz IV.

Die Beschäftigten waren von ihren Vorgesetzten während der Arbeitszeit in Busse verfrachtet und nach Berlin gebracht worden. Auf Plakaten war zu lesen: »Lieber Lohn und Brot statt Monopol und tot« oder »Contra Bsirske als feigen von hinten Dolchstoßtäter«. Am Tag nach der Aktion wurde die gelbe Gewerkschaft Neue Brief- und Zustelldienste (GNBZ) aus der Taufe gehoben. Sie ist als tariffähige Gewerkschaf...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.