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Chance auf Wiedergutmachung?

Ute Hausmann (FIAN) über die Unterstützung von Bauern in Uganda

Die versuchte Einflussnahme von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel auf die Arbeit der Menschenrechtsorganisation FIAN sorgt für Aufsehen. Für Ute Hausmann, Geschäftsführerin von FIAN Deutschland, ist dies ein »Eingriff in die Meinungsfreiheit«, der auch die Arbeit anderer Organisationen behindern könnte. Mit der 39-Jährigen sprach Knut Henkel.

nd: Sie haben Ende Juni von Entwicklungsminister Dirk Niebel einen Brief bekommen. Was bezweckte der FDP-Politiker damit?
Hausmann: In diesem Brief warf der Minister FIAN vor, eine unangemessene und unberechtigte Kampagne gegen die deutsche Neumann Kaffee Gruppe zu führen. Hintergrund ist, dass vor zwölf Jahren in Uganda 400 Familien von ihrem Land vertrieben wurden, damit Neumann dort die Kaweri Kaffeeplantage eröffnen konnte. FIAN unterstützt die Vertriebenen, die seitdem vor Gericht in Uganda für die Rückgabe des Landes und Entschädigung kämpfen. Dieses Gerichtsverfahren richtet sich gegen die ugandische Regierung und die Kaweri Kaffeeplantage. Niebel erwartet von FIAN, dass wir uns nicht mehr kritisch zur Mitverantwortung von Neumann in diesem Fall äußern.

Bewerten Sie den Brief als Eingriff in die Menschenrechtsarbeit von FIAN?
Ja, wir werten dies als Eingriff in die Meinungsfreiheit, der auch andere Organisationen in...


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