Störfall und Leistungssteigerung

In Bayern wird über die Zukunft des Kernkraftwerks Gundremmingen gestritten

  • Von Johannes Hartl
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach dem Austritt von Kühlwasser im Kernkraftwerk Gundremmingen in Bayern ist die Energiepolitik der Staatsregierung erneut in den Fokus gerückt. In der Kritik steht besonders der Antrag auf eine geplante Leistungserhöhung in zwei Blöcken des Kraftwerks.

Bei einer Routineuntersuchung im Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen ist vergangene Woche der Austritt von Kühlwasser bemerkt worden. Der Betreiber RWE hat den Block daraufhin für Untersuchungen vom Netz nehmen lassen. Inzwischen hat sich der Vorfall als meldepflichtiges Ereignis erwiesen und ist deshalb am Montag weitergemeldet worden. Das bestätigte Kraftwerkssprecher Tobias Schmidt dem »nd«. Laut dem seit Mittwoch vorliegenden Bericht hat sich demnach die »Undichtigkeit bei der Messlanze bestätigt«. Eine Spezialfirma sei nun damit beauftragt worden, diese auszutauschen. Aufgrund der »umfangreichen Arbeiten« werde der Block noch bis Ende kommender Woche vom Netz sein, erklärte der Sprecher.

Das KKW im schwäbischen Gundremmingen steht seit langem in der Kritik, weil es als einziges Kraftwerk in Deutschland noch Siedewasserreaktoren verwendet und überdies als veraltet gilt. Es wird in kritischen Debatten häufig als negati...


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