Wollen Sie provozieren?

Der Regisseur David Wnendt über seinen neuen Film »Feuchtgebiete«

  • Von Katharina Dockhorn
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Herr Wnendt, mögen Sie Filme, die provozieren?
Das mag so wirken. Privat bin ich ein liebesbedürftiger, schüchterner Typ, der Provokationen meidet. Auch mit meinen Film will ich niemanden angreifen. Ich wähle Themen, die mich interessieren und offenbar auch andere nicht kalt lassen. Das Erwachsenwerden, die psychischen Belastungen der Kinder durch Scheidung, Wohlstandsverwahrlosung und Umgang mit Körperlichkeit in der Gesellschaft füllen ganze Ratgeber und Titelseiten.

Hat »Die Kriegerin« Ihnen den Einstieg in dieses Projekt ermöglicht?
Dem Berliner Produzent Peter Rommel war »Kriegerin« durch das ZDF schon vor der Uraufführung bekannt. Für ihn war wichtig, dass ich das Buch mochte und nicht auf den Bestseller-Bonus schiele. Ich empfand als Herausforderung, ein als unverfilmbar geltendes Buch zu packen und mit einem Arthouse-Film ein größeres Publikum anzusprechen. Der Film sollte ebenso mutig und direkt werden wie das B...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.