Rote Karte für Atomfrachter

Im Hamburger Hafen demonstrierten Anti-Atom-Aktivisten gegen den Umschlag von radioaktivem Material

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Hamburg ist eine Drehscheibe im internationalen Atomgeschäft. Brennstäbe, Uranerze, aber auch das hochgiftige Uranhexafluorid werden im Hafen umgeschlagen. Wie riskant das ist, hat ein Brand an Bord eines Frachters am 1. Mai gezeigt. Nicht erst seitdem fordern Anti-Atom-Gruppen die »Entwidmung« des Hamburger Hafens für Atomtransporte.

Am frühen Samstagmorgen um halb sechs legte die »Atlantic Cartier« am Oswaldkai, direkt gegenüber vom Anleger der Queen Mary 2, an. »Es ist das erste Mal seit dem Brand vom 1. Mai, dass der Gefahrengutfrachter wieder Hamburg angelaufen hat. Deshalb protestieren wir heute gegen die Präsenz des Atomfrachters und für die sofortige Entwidmung des Hamburger Hafens für Atomtransporte«, erklärt Mathis, der Anti-Atom-Aktivist der Hamburger Gruppe Sand ist. Zugleich deutet er auf den Frachter, dessen Ladeklappe weit geöffnet ist.

»Entwidmung« ist ein juristischer Terminus, der eine Sperrung des Hafengebiets für Atomtransporte zur Folge hätte. Durchaus angebracht, wenn man sich vor Augen hält, dass Hamburg am 1. Mai 2013 nur knapp einer Katastrophe entgangen ist, so Mathis. Da brach auf der »Atlantic Cartier«, die eines von fünf Schiffen der Atlantic Container Lines ist, ein Brand aus. Wie riskant dieser Brand, der um 19:30 Uhr gemeldet...

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