Weimar, Wagner und der Schwan

Das diesjährige Kunstfest ist das letzte unter ihrer Leitung. Ein Gespräch mit Nike Wagner

  • Von Doris Weilandt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Nike Wagner, geb. 1945 in Überlingen, ist Publizistin und Dramaturgin. Seit 2004 leitet die Urenkelin von Richard Wagner und Ur-Urenkelin von Franz Liszt das Kunstfest Weimar, dem sie den Namen »Pèlerinages« gab. 2014 tritt der Dramaturg Christian Holtzhauer ihre Nachfolge an. Das Festival wird dann als eigenständige Abteilung des Deutschen Nationaltheaters Weimar fortgeführt.

nd: Frau Wagner, auf dem Plakat des diesjährigen Kunstfestes landet ein weißer Schwan in der Dunkelheit auf dem Wasser. Warum haben Sie den Schwan zum Wappentier gemacht?
Wagner: Für mich war klar: Wenn ich ein Wagner-Jahr in Weimar machen wollte, hieß das, es würde auch ein »Lohengrin«-Jahr werden. Liszt hat Wagners »Lohengrin« 1850 hier uraufgeführt und zu dieser Oper gehört der berühmte Schwan. Jeder hat Lohengrins Ansprache an seinen »lieben Schwan« schon einmal gehört. Damit ist der Schwan gleichsam die Brücke von meinem bisherigen Kunstfestheiligen Franz Liszt zu Richard Wagner. Außerdem ist er ein ergiebiges Tier auch für die nicht-musikalischen Sparten des Kunstfestes. Sie wissen, dass ich immer Ausstellungen mache, die angebunden sind an das Jahresmotto. Frank Motz von der ACC-Galerie ist Chef der zeitgenössischen Künste in Weimar und ich habe ihn gebeten, er möge mit seinen Künstlern etwas zum Thema »Schwan« gestalten. D...


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