Werbung

Gerechte Chancen für alle

Faire Woche für Bauern im Süden

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Was fair ist, ist nicht klar definiert und hängt vom Wertesystem einer Gesellschaft und des jeweiligen Betrachters ab. Klar definiert ist freilich das Prinzip des Fairen Handels: Ein garantierter Mindestpreis sorgt dort selbst dann für Existenzsicherung, wenn der Weltmarktpreis im Zuge seiner Schwankungen gerade im Keller ist. Dass damit höhere und stabilere Einkommen erzielt werden, ist über Studien hinreichend belegt, etwa jüngst durch die Studie der Forscher des CEval-Instituts aus Saarbrücken. 3700 Fragebögen, drei Kontinente und sechs Produktbereiche umfasst die Studie und das Ergebnis ist eindeutig: Fairer Handel hat eine nachweisbar positive Wirkung auf vielen Ebenen.

In der Untersuchung wurden die Lebensstandards von Menschen in Regionen ohne Anschluss an den Fairen Handel mit denen verglichen, die einer Fairtrade-Kooperative angehören. Außerdem wurde die Entwicklung der Lebensstandards in den Fairtrade-Gemeinden über den Zeitraum von mehreren Jahren beobachtet. Das zentrale Ergebnis: höhere und stabilere Einnahmen für die Erzeuger von Produkten des Fairen Handels.

Für den Fairen Handel wirbt alljährlich die Faire Woche, die inzwischen dem Namen zum Trotz zwei Wochen im gesamten Bundesgebiet andauert. Eröffnet wurde sie vergangenen Freitag in Berlin. Bis zum 27. September wollen Weltläden, Supermärkte, Schulen, Gastwirte, Städte, Kirchen und Umweltgruppen für Kaffee und andere Erzeugnisse aus Fairem Handel werben. Die Verbraucher in Deutschland kauften im vergangenen Jahr faire Produkte im Rekordwert von 650 Millionen Euro, wie Robin Roth vom Vorstand des Forums Fairer Handel erklärte. Das entspricht einer Steigerung von rund 36 Prozent.

Roth hob hervor, dass es in Deutschland seit Jahren »ein rasantes Wachstum« des Fairen Handels gebe. Auch nehme die Produktvielfalt immer mehr zu. Allerdings stelle der globale Klimawandel auch viele Produzenten in den Ländern des Südens vor gewaltige Probleme.

Wichtigstes Produkt aus fairer Herstellung bleibt unterdessen der Kaffee. Er macht allein über 40 Prozent des Gesamtabsatzes deutscher Fairtrade-Importeure aus. Gemessen am gesamten deutschen Kaffeekonsum liegt der Anteil allerdings nur bei 2,3 Prozent.

Neben Kaffee und anderen Lebensmitteln werden auch Blumen oder Kunsthandwerk fair gehandelt. Die nunmehr zwölfte »Faire Woche« steht unter dem Motto »Fairer Handel. Faire Chancen für alle«.

Weiterlesen:

Café político
Die grüne Bohne sorgt in El Salvador für das Auskommen auch mancher ehemaliger FMLN-Guerilleros

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!