Moratorium für Sachsens Schulen

Neues Konzept der CDU/FDP-Regierung stößt bei der Opposition auf harsche Kritik

Im ländlichen Raum in Sachsen gehen die Schülerzahlen weiter zurück. Bis 2030 sind noch über 100 Schulen von Schließung bedroht. Nun legte die CDU/FDP-Regierung ein Konzept vor, das zu verhindern. Die Opposition spricht von »Placebopillen«.

Dresden (dpa/nd). Zumindest bis ins Schuljahr 2014/2015 sollen im ländlichen Raum in Sachsen keine Grund- oder Oberschulen mehr wegen rückläufiger Schülerzahlen geschlossen werden. Für ein solches Moratorium sprachen sich Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) am Freitag in Dresden bei der Vorlage eines gemeinsamen Konzepts zum Schulerhalt im ländlichen Raum aus. Ausgenommen seien jedoch Schulen, für die bereits ein sogenannter Mitwirkungsentzug gelte. Die Opposition kritisierte, dass es sich lediglich um Forderungen der Minister handele, und pocht auf eine Änderung des Schulgesetzes noch in der laufenden Legislatur. Der Koalitionspartner FDP bot der Staatsregierung sofortige Gespräche darüber an.

Das Konzept Kurths und Kupfers sieht zum Erhalt der Grundschulen auf dem Lande auch jahrgangsübergreifenden Unterricht für die ers...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.