Werbung

Lebensrunen im Darkroom

Sarah Liebigt hat aufgedeckt, dass Nazis Döner essen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Geht noch mehr Klischee auf einmal? Ein Pärchen, beide Mitte zwanzig, betritt einen Schnellrestaurant in Hellersdorf, in dem es Fast Food frei nach türkischer Art gibt. Man darf sich streiten darüber, ob die Art und Weise in der das dünn gescheibelte Hammelfleisch in derlei Lokalen serviert wird, noch als orientalisch zu bezeichnen ist, nichtsdestotrotz ist für die meisten Menschen der »Döner« irgendwie so ein leckeres Produkt türkischer Schnellgarkunst und Berliner Schnauze.

Ob das oben erwähnte Paar am vergangenen Freitag nun einen Döner essen oder wirklich bloß den rechten Parteiaufkleber im Lokal anbringen wollte, ist nicht übermittelt. Fest steht, dass der Restaurantchef rechte Propaganda in seinem Laden nicht wollte, die beiden raus schmiss und zur Belohnung von einem betrunkenen Kompagnon mit Reizgas eingedeckt wurde.

Nazis essen Döner! Damit wäre doch (mal wieder) endgültig belegt, dass die Anhänger deutschtreuer Fraktionen sich nicht mal selbst an ihre Forderungen halten. So man den beiden unterstellen möchte, über die Zielgruppe ihrer Parteienwerbung wirklich nachgedacht zu haben. Und was kommt als nächstes? Lebensrunen im Darkroom? Angst-vor-Islamisierungs-Postkarten im Hamam? NPD-Fähnchen im Solarium? Wobei letzteres nicht unbedingt Sinn ergibt. Gibt ja genug Menschen, denen braun werden lieber ist, als dem Jahrzehnte alten Ideal von blond, blass, blauäugig nachzueifern.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!