Auf Sand gesetzt

Seit 1990 floss im Nordosten viel Geld in den Küstenschutz - gibt es inzwischen zu viele Deiche?

  • Von Grit Büttner, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Anwohner sollen vor Sturmfluten geschützt werden. Deshalb werden jährlich Millionen für Uferbauten an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns ausgegeben. Tonnenweise wird Sand aufgespült. Zu viel des Guten, meinen Umweltschützer.

Stralsund/Schwerin. Küstenschutz ist und bleibt Mecklenburg-Vorpommern lieb und teuer. Jährlich investiere das Land 18,5 Millionen Euro in Erhalt und Verstärkung der knapp 2000 Kilometer Außen-, Bodden- und Haffküsten, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) der dpa. Seit 1990 flossen 350 Millionen Euro in Uferbauten. Diese schützen 180 000 Küstenbewohner und rund zwei Milliarden Euro Vermögenswerte auf 1080 Quadratkilometern überflutungsgefährdeter Flächen. Das Land sei gut gerüstet, versicherte Backhaus. »Doch einen ultimativen Schutz vor Naturereignissen kann es nicht geben.«

Es gebe noch erheblichen Handlungsbedarf, sagte Backhaus. Bis zur Herstellung eines einheitlichen Schutzniveaus für alle gefährdeten Ortschaften an der Ostseeküste werde es noch viele Jahre dauern. Bis 2020 seien im Land Investitionen von zusammen 120 Millionen Euro geplant. Beispiele: 16 Millionen für die Komplettierung des Sturmflutschutzes für Warn...


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