Tim Zülch 02.10.2013 / Bewegung

Kein Frieden mit dem Machismo

Die bolivianischen Anarchofeministinnen der Mujeres Creando waren in Berlin zu Besuch

Die Frauen von Mujeres Creando aus Bolivien praktizieren einen radikalen Feminismus und bieten Staat und Gesellschaft die Stirn. Dafür versuchen sie auch, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.

»No hay nada más parecida a un machista de derecha, que un machista de izquierda.« Es gibt nichts, das näher an einem Macho der Rechten ist, als ein Macho der Linken. So oder ähnlich radikal steht es tausendfach auf Hauswänden in Bolivien. Die anarchofeministische Gruppe Mujeres Creando hat das Graffito zu ihrem Markenzeichen gemacht. »Überall wo wir hinkommen, auch in Berlin, hinterlassen wir unsere Graffiti«, sagt Carolina Ottonello. Seit 20 Jahren schon engagieren sich Mujeres Creando in der vom Machismo geprägten Kultur Boliviens. Wichtig ist ihnen die »horizontale Organisierung« als Gegensatz zur vertikalen Organisierung der Gesellschaft. So beschrieb es das Kollektiv auf einer Veranstaltung in Berlin. Damit meint die Gruppe eine offene Begegnung von Frauen aus verschiedenen Schichten und Bereichen der Gesellschaft. In ihren zwei Einrichtungen in La Paz und in Santa Cruz de la Sierra versuchen sie, dieses Prinzip zu praktizieren. Ob »Indigena, Hure oder Lesbe«, in ihren Häusern seien alle willkommen »revueltas y hermanadas« - vermischt und verschwistert.

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