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Oktoberkrieg - gefühlter Sieg

Jom Kippur änderte das Kräfteverhältnis zugunsten der arabischen Staaten

  • Von Oliver Eberhard, Jerusalem
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Sonntag vor 40 Jahren begann im Nahen Osten der Jom-Kippur-/Oktober-Krieg. Der Konflikt kostete Zehntausende das Leben und veränderte Innen- und Außenpolitik der beteiligten Länder. Die Auswirkungen sind auch heute noch deutlich sichtbar.

Unermüdlich warnen Politiker der israelischen Rechten in diesen Tagen davor, Irans neuem Präsidenten Hassan Ruhani seine Charme-Offensive zu glauben. Der Westen müsse stark bleiben, wachsam, und immer wieder wird daran erinnert, was vor 40 Jahren geschah. Keinesfalls dürfe so etwas noch einmal passieren.

»Wir waren in der Synagoge wie alle anderen auch, als plötzlich jemand nach vorne stürmte und rief, alle Männer sollten sich sofort beim Militär melden«, erinnert sich Benny Begin, Sohn des einstigen Regierungschefs Menachem Begin: »Es war ein Schock, überall war Chaos.« Denn es war der jüdische Versöhnungstag Jom Kippur, an dem die Menschen fasten und keine technischen Geräte benutzen. Regierung und Sicherheitskräfte waren nur minimal besetzt: Die Regierung rechnete nicht damit, dass die Nachbarländer den höchsten jüdischen Feiertag für einen Angriff nutzen würden.

Obwohl die Zeichen, wie man heute weiß, da waren: Vor a...


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