Überlebenden und Helfern droht Strafe

Katastrophe von Lampedusa löst in Italien Debatte über Asyl- und Einwanderungsrecht aus

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach der Tragödie von Lampedusa diskutiert man in Italien heftig über die Gesetzgebung zu Asylrecht und Flüchtlingen.

Taucher bargen am Sonntag aus dem Wrack des vor Lampedusa gesunkenen Flüchtlingsschiffs weitere 32 Leichen. Die Zahl der Opfer des Unglücks stieg damit auf 143. Während die Suche nach Vermissten fortgesetzt wird, sind die 155 Überlebenden in einem menschenunwürdigen Lager untergebracht und müssen jetzt sogar ein Verfahren wegen illegaler Einwanderung fürchten.

Wieder zeigt sich, wie absurd die italienische Gesetzgebung in Sachen Migration und Asylrecht ist. Während ein ganzes Land die Toten von Lampedusa beweint, müssen die Überlebenden mit der Bürokratie kämpfen. Die Staatsanwaltschaft von Agrigento hat ein Verfahren wegen illegaler Einwanderung gegen sie eröffnet. »Wir sind dazu gezwungen«, sagt die Behörde. »So sind die Gesetze und wir haben keinen Spielraum.« Auch den Fischern der Insel, die zuerst am Unglücksort waren, droht möglicherweise ein Verfahren wegen »Beihilfe zum Menschenhandel«. Schließlich haben sie den Schiff...

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