Werbung

Nichts auf der hohen Kante

Klaus Joachim Herrmann über die Haushaltskrise in den USA

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wenn eine Supermacht übrig bleibt, weil ihr mit der Sowjetunion der Hauptfeind abhanden gekommen ist, dann nimmt sie sich eben selbst auseinander - wie derzeit die USA. Mit »Farce« durch Präsident Obama und »Augenblick der Albernheit« durch Außenminister Kerry ist die dortige Haushaltskrise jedenfalls weit untertrieben und höchst unvollkommen beschrieben. Den außenpolitischen Wirren um Syrien folgen nun die innenpolitischen. Auf beiden Gebieten machen die Macht und deren Mächtige keine überzeugende Figur. Man kann den derzeit herrschenden Zustand durchaus Ohnmacht und Krise nennen.

Was wohl soll die Welt von einem Präsidenten halten, der in diesen Tagen und vielleicht sogar Wochen lang weder Staatsangestellte von der Finanzbeamtin bis zum Museumswächter noch eigene Reisen bezahlen kann? Die Regierung und ihre Diener machen Zwangsurlaub und die Außenpolitik bleibt liegen. Keine Verhandlungen mit Europa über ein Freihandelsabkommen, keine Asien- und keine Pazifikreise, kein Treffen mit Russlands Putin zu Syrien. Hat der Mann im Weißen Haus nicht einmal für Notlagen ein paar Dollar auf der hohen Kante?

Die Demokratie wird gerade in den USA als höchster Wert und der Haushalt gern als Königsrecht des Parlaments gepriesen. Dies lässt sich offenkundig auch zur sturen Blockade und Durchsetzung von Stillstand nutzen. Wenn aber das System hier nicht etwas mehr auf der hohen Kante hat, stimmt auch mit ihm etwas nicht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!