Werbung

Nachrufe

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Sergej A. Below / 23.1.1944 - 3.10.2013

Jahre später sollte Sergej Below einmal von einem »Geschenk Gottes« sprechen, in Wahrheit war es er selbst, der im Herbst 1972 mit seinen Händen Sportgeschichte schrieb: Die Sowjetunion war damals kurz vor Ende des olympischen Basketball-Finales von München mit 49:50 in Rückstand gegen die USA geraten. Es folgten eine Auszeit und ein Fehlwurf der UdSSR - die US-Spieler feierten schon den Sieg. Doch die Schiedsrichter gaben der sowjetischen Mannschaft eine zweite Chance - weil die Spieluhr zuvor nicht zurückgestellt worden war. Langer Einwurf über das ganze Feld unter den Korb der USA, Below überspringt seinen Gegenspieler und trifft in letzter Sekunde: 51:50 für die Sowjetunion. Die US-Mannschaft protestierte später erfolglos und blieb der Siegerehrung fern. Below aber wurde zur Legende des Basketballs: mehr als ein Dutzend Medaillen bei internationalen Turnieren, Träger des »FIBA Order of Merit« und »Verdienter Arbeiter auf dem Gebiet des Sports«. Zum Abschluss seiner Karriere entzündete Below 1980 die olympische Flamme in Moskau und feierte später als Trainer Erfolge. In der vergangenen Woche ist der 1991 als »bester europäischer Spieler aller Zeiten« ausgezeichnete Basketballer im russischen Perm gestorben. tos

Philip Chevron / 17.6.1957 - 8.10.2013

Als die Pogues ihre beste Zeit hatten, kannte man noch keinen »Moshpit«. Denn wenn alle wild durcheinander tanzen und niemand außen steht, gibt es solche Formationen nicht. Die irische Folkpunkband drückte in den 80er Jahren das Lebensgefühl all jener aus, die die Welt so sinnlos und hässlich fanden wie die anderen Punks, aber dies beim Saufen und Tanzen auch mal vergessen wollten. Keiner dieser Versuche endete, ohne melancholisch zu klingen, egal wie flott der Rhythmus sein mochte.

Vermutlich waren die Gebissruinen von Sänger Shane MacGowan bekannter als das Gesicht von Philip Chevron. Der Punk der ersten Stunde und Mitgründer der Band The Radiators from Space machte 1984 eigentlich nur als Vertretung bei den Pogues mit - und blieb. Er spielte Gitarre, Mandoline und Banjo, sang und textete so wundervolle Zeilen wie diese: »Then we raised a glass to JFK / And a dozen more besides / When I got back to my empty room / I suppose I must have cried«.

»Die Stadt Dublin und die Welt sind soeben ein bisschen kleiner geworden«, schreiben die Pogues auf ihrer Website. »Er war einzigartig. Wir werden ihn schrecklich vermissen.« rst

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!