Nichts übrig für Inklusion

Grundschulverband kritisiert drastische Kürzungen im Haushaltsplan als verantwortungslos

  • Von Malene Gürgen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Während der Grundschulverband die Regierungsfraktionen für ihre Bildungspolitik angreift, zeigt sich Senatorin Scheeres trotz ihrer Niederlage bei den Haushaltsverhandlungen zuversichtlich.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam lernen statt getrennt. Dieser Gedanke verbirgt sich hinter dem Stichpunkt Inklusion, und so sieht es die UN-Behindertenrechtskonvention vor, die Deutschland 2009 ratifizierte. Die Umsetzung ist Ländersache - aber in Berlin geht es im Moment alles andere als voran.

»Äußerst demotivierend für alle engagierten Pädagogen« sei das Desinteresse, das Berliner Abgeordnete dem Thema Inklusion entgegenbringen, sagt die Vorsitzende der Berliner Landesgruppe des Grundschulverbands, Inge Hirschmann. Sie kritisiert in einem offenen Brief das Verhalten der SPD-Fraktion, die mit einem Änderungsantrag zum Bildungshaushalt 2014/2015 im September dafür gesorgt hatte, dass das Gesamtkonzept Inklusion in Berlin vorerst nicht umgesetzt werden kann: Die Mittel für Lehrerfortbildungen sollen von 3,5 auf 1,4 Millionen Euro gekürzt, die für den Umbau zu barrierefreien Schulen vorgesehenen zwei Millionen ...


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