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Miese Stimmung in Moskau gegen Migranten

Millionen frühere Sowjetbürger aus den südlichen Republiken leben in Russland in einer Grauzone

  • Von Ute Weinmann, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Moskauer Polizeichef ließ am Mittwoch die Vorführung eines Aserbaidschaners per Video verbreiten, der den Mord an einem jungen Russen gestanden haben soll.

Direkt nach seiner Verhaftung durch eine Spezialeinheit am Montagabend war Orchan Zejnalow mit dem Hubschrauber ins Moskauer Zentrum geflogen und dem russischen Innenminister präsentiert worden. Zuvor durften Polizisten den Aserbaidschaner vor laufender Kamera treten. Solche Inszenierungen demonstrieren erfolgreiche Polizeiarbeit. Der seit dem Wochenende eskalierenden ausländerfeindlichen Stimmung in der russischen Hauptstadt soll Einhalt geboten werden.

In der Nacht zum 10. Oktober war im Süden Moskaus der 25-jährige Russe Jegor Scherbakow mit einem Messer erstochen worden. Die Anwohner forderten Aufklärung und die Schließung eines nahe gelegenen Gemüsegroßhandels, in dem vor allem ausländische Arbeiter beschäftigt sind. Am Sonntag sorgten über Tausend Nationalisten und Rechtsradikale in einem Einkaufszentrum für Stimmungsmache. Es kam zu einer regelrechten Hetzjagd auf Migranten. Die Polizei reagierte mit vorübergehenden Fes...


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