Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Wider die »freiwillige Knechtschaft«

Jürgen Mümken über die Illusion eines Kapitalismus mit menschlichem Antlitz

Für die Menschen, die zur Erhaltung ihrer Lebensgrundlage gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, war und ist weder der klassische Liberalismus des 19. Jahrhundert noch der gegenwärtige Neoliberalismus eine gute Zeit. Sie haben weder vom einen noch vom anderen etwas zu erwarten. Freiheit heißt (Selbst-) Anpassung an die Marktlogik. Und mit sozialer Gerechtigkeit hat der (Neo-)Liberalismus nichts zu tun.

Wir leben in einer »Postdemokratie« (Colin Crouch), in der es zwar noch die Institutionen der bürgerlich-liberalen Demokratie gibt, die aber weder von PolitikerInnen noch den BürgerInnen mit demokratischem Leben gefüllt werden.

Diese neoliberalen »Freiheiten« erlauben, so hebt Robert Castel hervor, neue Formen der Kontrolle, die weder über autoritäre Repression noch über wohlfahrtsstaatliche Integration operieren. Neoliberale Technologien versuchen auf die Selbstregulierungspraktiken von Individuen und sozialen Gr...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.