Generalstreik gegen Spardiktat in Griechenland

Gewerkschaften protestieren gegen »Alptraum der Arbeitslosigkeit« / Troika-Delegation mit Buhrufen empfangen / Im Europaparlament scharfe Kritik am Kurs der Troika: ohne demokratische Legitimität

Athen. Die beiden großen Dachorganisationen der griechischen Gewerkschaften haben für Mittwoch zu einem Generalstreik gegen den drastischen Sparkurs der Regierung aufgerufen. Der privatwirtschaftliche Gewerkschaftsbund GSEE wandte sich gegen den »Alptraum der Arbeitslosigkeit und der Deregulierung des Arbeitsmarktes«. Der Gewerkschaftsbund für den Öffentlichen Dienst, Adedy, kritisierte die Pläne, bis zum Jahresende insgesamt 4000 Staatsbedienstete zu entlassen und 25.000 zu versetzen. Die Regierung in Athen steht unter dem Druck der internationalen Geldgeber, die seit Jahren Milliarden in das krisengeschüttelte Land überwiesen haben - und im Gegenzug eine rigide Sparpolitik, Deregulierung und Privatisierung verlangen. Die Erwerbslosenrate liegt inzwischen bei mehr als 27 Prozent. Kritiker werfen der Troika vor, mit ihren strikten Sparauflagen die Krise in den betroffenen Ländern noch verschärft zu haben. Der Besuch eines Prüfteams der so genannten Geber-Troika ist am Dienstag von Protesten begleitet worden. Am Finanzministerium in Athen bedrängten dutzende Demonstranten den Wagen des Leiters der Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF), Poul Thomsen. Unter den Demonstranten waren auch Beschäftigte des Finanzministeriums, die aufgrund der geltenden Sparbeschlüsse in den Zwangsurlaub geschickt wurden.

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